Den Kompressor wählen Sie nach dem anspruchsvollsten Verbraucher, nicht nach dem Durchschnitt. Ein Plasmaschneider mit 40 A braucht etwa 150 bis 180 Liter pro Minute bei 5 bar, mit 60 A etwa 200 bis 250, mit 100 A und mehr bis zu 400 Liter pro Minute. Ein Druckluftwinkelschleifer verlangt sogar 400 bis 600 Liter pro Minute, also mehr als die meisten Plasmaschneider.
Achten Sie darauf, wie die Liefermenge angegeben wird. Hersteller nennen oft die Ansaugleistung und nicht die tatsächliche Abgabemenge. Diese liegt bei einem Kolbenkompressor meist bei 60 bis 75 Prozent der Ansaugleistung. Wir geben die gemessene Füllzeit des Kessels an, damit sich die Geräte vergleichen lassen.
Ein Kolbenkompressor ist günstiger und reicht für unterbrochenen Betrieb. Er hat eine niedrige Einschaltdauer, üblich 50 bis 60 Prozent, und arbeitet laut. Ein Schraubenkompressor läuft im Dauerbetrieb, ist leiser und liefert trockene Luft mit stabilem Druck, kostet jedoch mehr und verlangt regelmäßigen Wechsel von Öl und Abscheider.
Für Plasmaschneiden und Lackieren ergänzen Sie unbedingt einen Filter mit Trockner. Feuchtigkeit und Öl zerstören Plasmadüsen in wenigen Minuten und verderben Lackschichten. Der Kessel allein trocknet die Luft nicht ausreichend.
Das Kesselvolumen glättet die Entnahme. Für Plasma mit 40 A rechnen Sie mit mindestens 100 Litern, für Plasma mit 100 A eher mit 270 Litern und mehr. Bei Kesseln prüfen wir den Zustand der Wandungen und die Unterlagen der technischen Überwachung, die Angabe finden Sie in der Produktbeschreibung.