Beim Unterpulverschweißen entscheidet über die Eigenschaften der Verbindung das Paar aus Draht und Pulver, nicht der Draht allein. Derselbe Draht Union S 2 ergibt mit einem agglomerierten basischen Pulver eine andere Kerbschlagzähigkeit als mit einem erschmolzenen Pulver. Deshalb gibt der Hersteller die Klassifizierung der Kombination nach EN ISO 14171 an, zum Beispiel S 46 4 FB S2Si, und nicht nur die Bezeichnung des Drahtes.
Das Pulver wählen Sie nach der Aufgabe. Basische Pulver bieten die beste Kerbschlagzähigkeit bei tiefen Temperaturen und werden für Druckbehälter eingesetzt. Rutile und erschmolzene Pulver lösen sich besser und ergeben beim Mehrlagenschweißen mit hoher Geschwindigkeit eine glattere Nahtoberfläche. Das Pulver muss nach Vorschrift getrocknet werden, üblich sind 300 bis 350 Grad Celsius über 2 Stunden, feuchtes Pulver bedeutet Poren und Wasserstoffrisse.
Den Drahtdurchmesser wählen Sie nach Strom und Materialstärke. Ein Draht mit 2,0 mm arbeitet bei 250 bis 450 A, mit 3,0 mm bei 350 bis 600 A, mit 4,0 mm bei 450 bis 800 A, mit 5,0 mm über 600 A. Bei einer Lage auf dickerem Material zählt die Streckenenergie, denn eine zu hohe Energie führt zu Kornwachstum in der Wärmeeinflusszone.
Achten Sie auf die freie Drahtlänge hinter der Stromdüse. Eine größere freie Länge erhöht die Abschmelzleistung durch Widerstandserwärmung, verringert jedoch den Einbrand.
Für das Auftragen verschleiß- und korrosionsbeständiger Schichten werden Drähte der Linie WEARcore in der UP-Ausführung eingesetzt. Nennen Sie bei der Bestellung Werkstoff, Dicke und Abnahmeanforderungen, wir stellen den Satz aus Draht und Pulver zusammen.