Der Zusatzwerkstoff richtet sich nach dem Grundwerkstoff und nicht nach der Maschine. Beginnen Sie mit der Stahlsorte und den geforderten Eigenschaften der Verbindung, erst danach wählen Sie das Verfahren. Für unlegierte Stähle S235 und S355 sind die Drähte G3Si1 und G4Si1 nach EN ISO 14341 Standard, in der AWS-Bezeichnung ER70S-6, bei Böhler sind das die Familien EMK und EML. Für austenitische nichtrostende Stähle 304 und 304L nehmen Sie 308L, für 316 und 316L nehmen Sie 316L, für die Verbindung artfremder Stähle 309L.
Vergütete hochfeste Stähle mit einer Streckgrenze von 700 bis 1100 MPa verlangen Drähte der Familie alform, warmfeste CrMo-Stähle die Drähte DMO, DCMS, CM 2 und CM 9, und die Stähle P91 und P92 die Werkstoffe Thermanit MTS.
Der zweite Schritt ist das Schutzgas. Das Gemisch M21, also 82 Prozent Argon mit 18 Prozent CO2, ergibt auf Schwarzstahl einen ruhigen Sprühlichtbogen. Reines CO2 bringt tieferen Einbrand und mehr Spritzer. Für nichtrostenden Stahl verwendet man Gemische mit geringem Zusatz von CO2 oder Sauerstoff, für Aluminium reines Argon, bei dickeren Querschnitten mit Heliumzusatz. Ein falsches Gas verdirbt auch den besten Draht.
Der dritte Schritt sind Durchmesser und Gebinde. Massivdrähte gibt es meist in 0,8, 1,0, 1,2 und 1,6 mm, auf Spulen S200 und S300 sowie im Fass. WIG-Stäbe haben eine Länge von 1000 mm und werden in Packungen zu 5 kg geliefert.
Ein Teil der UTP-Werkstoffe zum Auftragschweißen hat 2025 die Bezeichnung auf die Linien WEARtig, WEARmig und WEARcore gewechselt. Wir nennen immer beide Namen, den alten und den neuen, damit die Werkstoffe auffindbar bleiben.