Punktschweißen verbindet Bleche ohne Zusatzwerkstoff, allein mit Strom und Anpresskraft. Über die Qualität des Schweißpunktes entscheiden drei Größen: Strom, Zeit und Elektrodenkraft. Zu geringe Kraft führt zu Spritzern und Durchbrand, zu hohe Kraft flacht die Linse ab und schwächt die Verbindung.
Für die Karosseriewerkstatt wählen Sie einen Spotter mit einseitiger Pistole und Elektrodensatz zum Ausbeulen sowie zum Anschweißen von Bolzen, Scheiben und Wellendraht. Bei modernen Karosserien aus Borstahl brauchen Sie ein Mittelfrequenz-Invertergerät mit elektronisch gesteuerter Zange, weil ein einfacher 230-V-Transformator die nötige Stromdichte nicht liefert.
In der Serienfertigung zählen Armausladung und Einschaltdauer. Ein Tischgerät mit 250 mm Armen schafft Blech bis 2 plus 2 mm, bei dickerem Material und Edelstahl brauchen Sie eine 400-V-Maschine mit über 30 kVA Schweißleistung. Prüfen Sie, ob die Steuerung Programme speichert.
Elektroden sind Verschleißteile. Kupfer-Chrom-Kappen müssen regelmäßig nachgefräst werden, denn eine breitgedrückte Elektrode vergrößert die Kontaktfläche, senkt die Stromdichte und schwächt den Punkt.