Das Gas richtet sich nach dem Werkstoff und nach dem Verfahren. Für Schwarzstahl beim MIG/MAG-Schweißen ist das Gemisch M21 Standard, also 82 Prozent Argon mit 18 Prozent CO2, es ergibt einen ruhigen Sprühlichtbogen und wenig Spritzer. Reines CO2 ist günstiger und bringt tieferen Einbrand, dafür mehr Spritzer und eine schlechtere Nahtoberfläche. Für nichtrostenden Stahl setzt man Gemische aus Argon mit 2 bis 3 Prozent CO2 oder mit Sauerstoff ein, für Aluminium reines Argon, bei dicken Querschnitten mit Heliumzusatz. Für WIG immer reines Argon, für Duplexstähle mitunter Argon mit Stickstoffzusatz.
Den Durchfluss stellen Sie nach dem Durchmesser der Gasdüse ein. Eine einfache Regel: Liter pro Minute etwa gleich dem Düsendurchmesser in Millimetern. Eine Düse mit 12 mm bedeutet also etwa 12 Liter pro Minute. Zu wenig Durchfluss führt zu Poren, zu viel saugt durch Verwirbelung Luft an und führt ebenfalls zu Poren. Verwenden Sie bei Zugluft einen Windschutz, statt den Durchfluss immer weiter zu erhöhen.
Ein Druckminderer mit Schwebekörper zeigt den tatsächlichen Durchfluss an und ist in der Werkstatt bequemer. Ein Druckminderer mit Durchflussmanometer ist unempfindlicher gegen Beschädigung und verträgt die Bedingungen auf der Baustelle besser.
Bei CO2 brauchen Sie einen Vorwärmer, meist mit 36 V aus der Maschine gespeist, denn das entspannende Kohlendioxid kühlt den Druckminderer aus und Reif verstopft die Drossel.
Den Gasschlauch wählen Sie nach Gas und Druck, und verwenden Sie Schellen aus Metall. Eine einfache Schneckengewindeschelle am Argonschlauch beginnt nach einigen Monaten undicht zu werden, und das bedeutet wieder Poren.